Gorlebener Gebet

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Sie finden die Rede von Franz Alt  am Gorlebentag unter "Aktuelles"

 

Liebe Freundinnen  und Freunde des Gorlebener Gebets!

In diesem Sommer, in dem wir an die Anfänge unserer Andachten vor 30 JAhren erinnerten, gab es viele besondere Veranstaltungen, Begegnungen und Medienberichte.
- Am Gorleben-Tag der Kulturellen Landpartie im Juni hatten sich fast 400 Menschen an unserem Platz im Gorlebener Forst versammelt. Franz Alt war unserer Einladung gefolgt und sprach engagiert über die Gefahren der Atompolitik, über Kriege und Flüchtlinge,  über die Klimakrise und die Wachstumsideologie. Er zeigte Wege auf, die gegangen werden müssen,  danit eine andere Welt in Frieden und Gerechtigkeit möglich wird.

- Verschiedene Medien brachten Interviews, Film- und Tonaufnahmen sowie Berichte über das Gorlebener Gebet, das ein Teil des anhaltenden Widerstands im Wendland ist.

- Seitdem haben wiederholt auswärtige Gruppen Kontakt zu uns aufgenommen: Pilgergruppen, kirchliche Jugendgruppen, Studierende und Journalisten,  die auf das Gorlebener Gebet aufmerksam geworden waren und vor Ort Gespräche mit uns führen oder eine Andacht erleben wollten.

Dankbar sind wir den Menschen, die vor 30 Jahren die Idee und den Mut hatten, das Gorlebener Gebet zu beginnen. Bei den Andachten in diesem Sommer hörten wir oft von diesen Anfängen.

Seither gibt es eine feststehende Struktur.
Jeden Sonntag sind wir am Platz unter den Kreuzen im Gorlebener Forst. Die Inhalte  der Andachten werden unterschiedlich gestaltet von den Gruppen oder Einzelpersonen,  die ein Thema auswählen und vorbereiten. Feste Bestandteile sind Lieder und Gebete, Texte aus der Bibel oder aus der Literatur, aus aktuellen Veröffentlichungen oder von historischen Ereignissen und Persönlichkeiten, auch aus Schriften anderer Kulturen und Religionen. Unter dem Motto "Frieden, Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung" finden sich auch die vielfältigen Anliegen wieder, die wir miteinander besprechen.
Eine sehr wichtige Tradition ist  das anschließende Kaffeetrinken im Gasthaus Wiese in Gedelitz. Vor allem in der  vor uns liegenden kalten Jahreszeit genießen wir dort die Wärme, den leckeren Kuchen, die Gemeinschaft und die Gastfreundschaft der Familie Wiese.

Im Blick auf die Zukunft haben wir an dem Platz unserer Andachten ein hoffnungsvolles Zeichen entdeckt.:
Vor drei Jahren wurde zum Gedenken an Marianne Fritzen ein junger Baum an unserem Platz gepflanzt, eine Eiche  mit drei Stämmen aus einer Wurzel. Wir haben sie regelmäßig und reichlich begossen. In den trockenen Sommern der letzten zwei Jahre hat aber auch dieser Baum gelitten, zwei Stämme sind vertrocknet.
Nun entdecken wir, dass neue Eichenschösslinge an der Wurzel und im Umfeld wachsen, kräftig, mit frischen grünen Blättern!
Eine wendländische Version des israelischen Liedes:
                         Freunde, dass der Mandelzweig wieder blüht und treibt,
                         ist das nicht ein Fingerzeig,  dass das Leben bleibt?

In dieser Zuversicht herzliche Grüße an alle, die mit uns verbunden sind!

Christa Kuhl